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Automatikgetriebe: wie ist es zu gebrauchen, um ihre Lebensdauer zu verlängern?

Hinzugefügt 11 Januar 2022

Automatikgetriebe ist der Traum vieler Autofahrer. Viele von ihnen lassen sich vom Kauf wegen Angst bzgl. dessen Lebensdauer abhalten. Wir sagen Ihnen vor, wie man sich um den “Automaten” kümmern soll.

Automatikgetriebe – hat dessen Art Einwirkung auf die Lebensdauer?

Auf die Lebensdauer des Automatikgetriebes hat sowohl dessen Art Einwirkung als auch die richtige Nutzungsweise. Fangen wir mit einer kurzen Übersicht der 4 grundlegenden Arten der “Automaten”. Generell sind die Nutzungsregeln ähnlich, sie können sich jedoch in Details voneinander unterscheiden, deshalb ist es von Vorteil, welche Art des Automatikgetriebes in unserem Auto eingesetzt wurde, oder in dem Fahrzeug, das wir zu kaufen beabsichtigen:

  • herkömmliches Automatikgetriebe – AT (Automatic Transmission) – es ist in den Autos der höchsten Klassen besonders begehrt und wird oft mit einem Steuergerät für verschiedene Fahrweisen verbunden.
  • automatisches Doppelkupplungsgetriebe – DCT (dual-clutch transmission) –u.a. bei Audi (als S Tronic), Volkswagen (DSG), BMW (DCT, SMG, DKG), Porsche (PDK), Ford (PowerShift), Renault (EDC), Alfa Romeo (DDCT). Derartiges Getriebe hat zwei automatisch gesteuerte Kupplungen (getrennt für gerade und ungerade Gänge) und das Zweimassenrad. Die Steuerung erfolgt automatisch, der Fahrer kann aber auch den Gang selbst einlegen.
  • automatisiertes manuelles Getriebe – AMT (Automated Manual Transmission) – u.a. bei Fiat (Sportshift), Audi (R Tronic), Citroen (Sensodrive), Mitsubishi (Allshift), Opel (Easytronic), Renault (Quickshift), BMW (SMG). Bei derartigem Getriebe legt der Fahrer nach wie vor selbst mit einem herkömmlichen Schalthebel oder Tasten am Lenkrad, ohne jedoch zu diesem Zweck das Kupplungspedal treten zu müssen.
  • stufenloses Automatikgetriebe – CVT (Continously Variable Transmission) –u.a. bei Audi (Multitronic), Honda, Nissan, Mitsubishi, Suzuki. Die Funktion des Getriebes wird oft mit der Funktion der Gangschaltungen in Fahrrädern verglichen.

 

Lebensdauer eines Automatikgetriebes wird durch sachkündige Nutzung verlängert

Um die Lebensdauer des Automatikgetriebes zu erhöhen, sollen die einzelnen Arbeitsweisen richtig genutzt werden:

  • P (park) – wird eingelegt, nachdem wir das Fahrzeug angehalten haben und den Motor abstellen wollen. Richtige Vorgehensweise sieht so aus: wir halten das Auto an, schalten die Funktion P ein, stellen den Motor ab.
  • R (reverse) – wird eingelegt, wenn wir rückwärtsfahren wollen. Vor dem Einschalten der Funktion R müssen wir das Fahrzeug zum Stillstand bringen.
  • N (neutral) – dient lediglich zum Abschleppen oder Schieben des Fahrzeugs. Die Funktion N wird während der Fahrt nicht gebraucht.
  • D (drive) – Funktion D dient zu der Fahrt nach vorne. Sie wird auch nur dann eingelegt, nachdem das Fahrzeug zum Stillstand gebracht wurde.
  • L (low) oder 1 – in dieser Funktion wird der erste Gang gesperrt. Diese Funktion dient zum Starten unter Belastung z.B. mit Anhänger oder bei Neigung sowie zur langsamen Fahrt z.B. im Parkplatz oder Stau.
  • S (snow) oder 2 – dient zum Starten auf glatten Flächen oder beim Runterfahren von Hügeln. Der 2. Gang wird gesperrt oder der 1. und der 2. Gang werden automatisch eingelegt.

Zu den wichtigsten Hinweisen zur Nutzung der einzelnen Funktionen wäre noch Folgendes hinzufügen:

  • Schalten wir weder die Funktion N noch P während der Fahrt oder nach Anhalten mit arbeitendem Motor. Funktion N ist dann zu gebrauchen, wenn wir von jemand abgeschleppt werden, und die Funktion P dient dazu, um sofort nach deren Einschalten den Motor abzustellen.
  • Schalten wir die Funktionen D oder R nicht ein, wenn das Fahrzeug noch nicht ganz zum Stillstand gebracht worden ist. Diese Funktionen schalten wir dann ein, wenn das Fahrzeug sich nicht mehr bewegt.
  • Stellen wir den Motor nicht in einer anderen Funktion als P ab.
  • Lassen wir das Fahrzeug nicht auf geneigter Fläche ohne die Feststellbremse anzuziehen. Richtige Vorgehensweise sieht hier so aus: wir parken das Fahrzeug an der gewählten Stelle, ziehen die Feststellbremse an, schalten die Funktion P ein, stellen das Auto ab.
  • Wenn unser Auto abgeschleppt werden muss, dann schalten wir zu diesem Zweck immer die Funktion N ein, und wenn möglich lassen wir den Motor arbeiten. Machen wir den Abschleppenden darauf aufmerksam, dass er nicht schneller als 40 km/h fahren darf und alle 15 km anhält. Grundsätzlich ist jedoch die beste Vorgehensweise, wenn man zum Abschleppen eines Fahrzeugs mit „Automaten” ist ein Abschleppwagen.

 

Sonstige Hinweise zur Erhöhung der Lebensdauer des Automatikgetriebes

Vermeiden wir das Fahren mit Anhängern. Für viele Fahrzeuge mit CVT-Getrieben ist das untersagt. Mit größeren Möglichkeiten können hier jene Fahrer rechnen, welche DCT-Getriebe haben. Detaillierte Hinweise zu den Möglichkeiten von Anhängerschleppen soll der Hersteller des Fahrzeugs bekannt machen. Freilich kann jedes Fahrzeug mit z “Automaten” Anhänger schleppen, diese Fahrt wird jedoch die Lebensdauer des Automatikgetriebes beträchtlich verkürzen, deshalb raten wir Ihnen, nach Weisungen des Herstellers des Fahrzeugs zu handeln.

Eine weitere Empfehlung wäre so, das Starten mit gleichzeitigem Treten auf das Bremspedal zu vermeiden, es sei denn, wir haben das launch control-System. Selbst dann sollten wir jedoch diese Art von Start vermeiden. Bemühen wir uns auch, nicht rasant zu fahren. Dynamisches Treten auf das Gaspedal verkürzt die Lebensdauer des Automatikgetriebes. Dies betrifft insbesondere die CVT-Getriebe.

Merken wir uns auch, dass keines der Automatikgetriebe Einfahrten ins tiefe Wasser mag. darin ist viel Elektronik untergebracht, die immer Kontakt mit Feuchtigkeit schlecht verträgt.

Eine der wichtigsten Fragen, welche lange Lebensdauer des Automatikgetriebes erhalten hilft, ist regelmäßiger Service. Das Getriebeöl soll alle 30-60 tkm gewechselt werden. Ausnahme von dieser Regel ist nur dann, wenn wir ein neues Auto kaufen. Dann können wir den ersten  Ölwechsel erst bei einer Laufleistung von 100 tkm vornehmen.

Mit Ölwechsel beauftragen wir eine fachkundige Fachwerkstatt, in der richtige Ölsorte gewählt wird. Sie muss an die Art des Automatikgetriebes genau angepasst werden und den Hinweisen des Herstellers entsprechen. In einem professionellen Service sind wir auch sicher, dass der Ölwechsel dynamisch durchgeführt wird, und nicht gravitativ (Ablassen des verbrauchten Öls). Dynamischer Ölwechsel sorgt für Entfernen des gesamten verbrauchten Öls und Reinigung des Systems mit Anwendung spezieller Mittel. Gutes Öl und dessen Wechsel im dynamischen Verfahren gehören sicher nicht zu billigen Lösungen. Vergessen wir aber nicht, dass es besser ist das Fahrzeug im regulären Fachservice zu haben, als kostbare Reparaturen oder Wechsel des ganzen Getriebes zu riskieren.

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