Ranking der wirtschaftlichsten Verbrennerfahrzeuge
22 September 2026
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Ranking der wirtschaftlichsten Verbrennerfahrzeuge

In einer Zeit explodierender Kraftstoffpreise ist jeder gesparte Cent an der Zapfsäule Gold wert. Welche Gebrauchtwagen sollte man im Jahr 2026 wählen, wenn man möglichst niedrige Unterhaltskosten anstrebt?

Es gibt Autos, deren Motoren minimale Kraftstoffmengen verbrauchen – was sich jedoch keineswegs in niedrigen Unterhaltskosten niederschlägt, denn Motorölverbrauch und notwendige Reparaturen treiben die Rechnungen effektiv in die Höhe. Auf der anderen Seite gibt es Autos, deren durchschnittlicher Kraftstoffverbrauch – zumindest auf dem Papier – etwas höher ist, die dank einer äußerst geringen Ausfallhäufigkeit kaum Reparaturen erfordern, sodass die Unterhaltskosten sich weitgehend auf die Ausgaben an der Tankstelle beschränken. In beiden Fällen – auch wenn diese nicht das gesamte Spektrum ausschöpfen – kommt dem technischen Zustand des Fahrzeugs besondere Bedeutung zu.

Selbst der beste Motor – Diesel oder Benziner – in einem vernachlässigten Auto mit vielen Vorbesitzern entpuppt sich als enorm kostspielige Falle. Das ist übrigens eine häufige Ursache für ungünstige Bewertungen durchaus guter Modelle oder Motoren – man kauft ein heruntergefahrenes Exemplar und beurteilt die gesamte Konstruktion aus dieser individuellen Perspektive.

Was wählen? Welchen Gebrauchtwagen kauft man im Jahr 2026, wenn man auf maximale Einsparungen aus ist? Wir präsentieren ein Ranking von Modellen, die selbst das knappste Budget nicht ruinieren werden.

 

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Der Kauf eines Gebrauchtwagens ist immer ein Risiko – selbst die am meisten empfohlenen Modelle können sich als finanzielles Fass ohne Boden erweisen, wenn ihr Zustand viel zu wünschen übrig lässt.
  • Vor dem Kauf eines Autos auf dem Gebrauchtmarkt lohnt es sich, die Fahrzeuggeschichte zu kennen – so lassen sich unangenehme Überraschungen vermeiden und gleichzeitig Argumente für die Preisverhandlung gewinnen.
  • Bei den Unterhaltskosten eines Autos müssen nicht nur die Kraftstoffausgaben, sondern auch Versicherungskosten, notwendige Reparaturen und der Wertverlust (mit Alter und Laufleistung) berücksichtigt werden.
  • Achten Sie bei der Modellwahl nicht nur auf niedrigen Kraftstoffverbrauch, sondern auch auf geringe Ausfallhäufigkeit – so lassen sich unvorhergesehene Reparaturkosten vermeiden.

 

Wichtig

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Dieselmotoren vs. Benziner mit serienmäßiger LPG-Anlage

Noch vor einigen Jahren galt die Annahme, dass Stadtautos mit einem Benzinmotor ausgestattet sein sollten, gegebenenfalls mit einer LPG-Anlage kombiniert. Das war eine praktische Lösung mit möglichst niedrigen Betriebskosten. Mit der Zeit erschienen jedoch auch kleine Dieselmotoren im Angebot – mit Motorhubraum von 1,4 oder 1,6 Litern – und suggerierten, dass solche Aggregate problemlos im Stadtverkehr eingesetzt werden könnten. Das war ein Irrtum.

Die Wahl eines Autos mit Dieselmotor lohnt sich derzeit fast ausschließlich für Fahrzeuge, die jährlich mindestens 20.000 Kilometer zurücklegen, wobei der Großteil auf Überlandstrecken entfällt. Genau auf langen Strecken bei gleichmäßiger Geschwindigkeit zeigen Dieselmotoren ihre vollen Stärken und erhöhen nebenbei den Reisekomfort. In jedem anderen Fall ist ein Auto mit Benzinmotor – der vernünftigen Kraftstoffverbrauch bietet, vor allem aber angemessen niedrige Wartungskosten – die bessere Wahl. Es sind die Reparaturen schnell verschleißender Bauteile im Stadtverkehr, die den Einsatz von Dieseln z. B. als Familien-Stadtauto unattraktiv machen.

 

Die wirtschaftlichsten Verbrennerfahrzeuge – die echten Betriebskosten

Die Wahl des wirtschaftlichsten Verbrennerfahrzeugs bedeutet nicht nur, das Modell zu finden, das am wenigsten Kraftstoff verbraucht, sondern auch ein zuverlässiges Auto, das selten in die Werkstatt muss – und wenn doch, sind Reparaturen günstig und Ersatzteile leicht verfügbar. Hier sind 10 Autos, die diese Anforderungen erfüllen – und was deren Besitzer über das jeweilige Modell denken.

 

Fiat 500 (1,2 8V FIRE)

Sind 69 PS viel? Natürlich nicht, aber das muss nicht in jedem Fall stören – zumal das Auto je nach Version nicht einmal 1.000 Kilogramm wiegt. Der Fiat 500 ist die Fortsetzung einer Tradition kleiner, günstiger Stadtautos des „kleinen Fiats” – Autos, die genauso preisgünstig wie kompakt sind. Autos, die sich hervorragend in der Stadt zurechtfinden, und die – mit Hilfe eines schwer beladenen Dachgepäckträgers – eine Familie mit Kindern und Hund sogar auf längeren Familienfahrten bringen. Der Fiat 500 hat zudem den Vorteil, dass jedes Exemplar – egal ob aus den Anfangsjahren 2007 oder dem Produktionsende 2024 – sehr stilvoll und frisch wirkt. Es gibt natürlich Nachteile – der Zugang zur Rückbank erfordert fortgeschrittene Akrobatik, Der Kofferraum ist mit seinen 185 Litern ebenfalls nicht besonders geräumig.

Unter der Haube des Fiat 500 kamen verschiedene Antriebslösungen zum Einsatz, darunter Hybrid und vollelektrisch. Für maximale Einsparungen ist jedoch ein anderer Weg empfehlenswert – hin zu einem Motor, der zwar etwas archaisch, dafür aber nahezu störungsfrei ist. Das 8-Ventil-1,2-Aggregat mit 69 PS, etwas ironisch FIRE getauft, verbraucht absurd wenig Kraftstoff, und mit einer zusätzlichen LPG-Anlage sinken die Kosten für 100 km erheblich – was es zu einer der wirtschaftlichsten Optionen auf dem Markt macht. Bei der Suche nach gebrauchten Fiat 500 (empfehlenswert sind Exemplare von 2014–2019, bereits frei von den Kinderkrankheiten der frühen Produktion) sollte man auf den Kabelbaum der Heckklappe und die Abgasanlage achten. Ersterer verschleißt leicht und führt zu unberechenbarem Verhalten der Bordelektronik, letztere rostet schnell. Ein typisches Leiden des Fiat 500 sind auch brechende Türgriffe. Wenn man statt der Tür nur den Griff „öffnet”, ist man nicht der Erste.

 

Skoda Fabia III (1,0 MPI)

In einen Fiat 500 zu steigen ist eine Art Extremsport, für den nicht jeder bereit ist. Es gibt glücklicherweise Alternativen – für einen nicht viel höheren Preis lässt sich einen Skoda Fabia der dritten Generation erwerben, die dem Fiat stilistisch deutlich unterlegen ist, ihn in puncto Praktikabilität aber weit hinter sich lässt. Die Fabia III ist ein sehr universelles Auto, bestens geeignet für den problemlosen Alltagseinsatz in der Stadt. Und wenn jemand mit der Fabia eine längere Strecke zurücklegen möchte, sollte das ebenfalls kein Problem darstellen. In der Kombi-Version fasst der Kofferraum 530 Liter, wobei das gesamte Fahrzeug nur 425,7 cm lang ist. Die anderen Karosserievarianten messen noch nicht einmal 4 Meter.

Die finanziell sicherste Motorwahl für die Fabia ist der 1,0 MPI, der von allen Gebrechen der Moderne befreit wurde. Es gibt weder Direkteinspritzung noch Turbolader noch Zweimassenschwungrad, was bedeutet, dass das Risiko einer kostspieligen Panne praktisch nicht existiert – zumindest bei gut gepflegten Exemplaren. Es ist jedoch wichtig zu bedenken, dass die Fabia III 1,0 MPI ein Auto ist, das gerne von denen gewählt wird, die nicht nur beim Kraftstoff sparen möchten – deshalb lohnt es sich vor dem Kauf, den Zustand von Bremsen, Fahrwerk und Servicehistorie sorgfältig zu prüfen. Wer einen etwas neueren Motor sucht, kann den 1,2 TSI in Exemplaren bis 2017 und den 1,0 TSI in späteren Varianten in Betracht ziehen.

 

Toyota Yaris III (1,33/1,0 VVT-i)

Der Toyota Yaris war einst eine beliebte Wahl für Fahrschulen. Ein kleines Stadtauto, das hohe Laufleistungen trotz anspruchsvollen Betriebs gut verträgt – all das machte den Yaris – zweiter, dann dritter Generation – zu einer sehr lohnenden Investition. So ist es auch heute noch, was u. a. die Beliebtheit dieses Modells in Fahrzeugflotten bestätigt. Überall dort, wo Prestige oder höherer Reisekomfort keine Rolle spielen, bewährt sich der Yaris gut als Firmenwagen.

Um die Unterhaltskosten zu minimieren, empfehlen sich zwei Motoren. Der 1,0 VVT-i mit 69 PS ist eine Einheit für typisches Stadtfahren, die im gemischten Betrieb mit durchschnittlich 5–6 Litern Benzin auskommt (reale Werte, nicht nur Herstellerangaben). Auf gute Fahrleistungen darf man nicht hoffen, im Alltag gibt es jedoch kaum Grund zur Klage. Etwas mehr – 5,5–6,5 l/100 km – verbraucht der 1,33 Dual VVT-i mit 99 PS. Hier empfiehlt es sich sogar, gelegentlich eine längere Fahrt bei höheren Drehzahlen zu unternehmen, um Ansauganlage und Ventile von angesammeltem Ruß freizublasen. Bei beiden Motoren empfiehlt sich die Kontrolle der Wasserpumpe – Ablagerungen deuten auf Undichtigkeiten hin – deren Austausch schlägt jedoch nicht stark zu Buche.

 

Dacia Sandero III (1,0 TCe LPG)

Tausend Kilometer Reichweite mit einer (doppelten) Tankfüllung – kein schlechtes Ergebnis. Dies ist nicht mehr dieselbe Dacia vom Beginn des Jahrtausends, die einen praktisch zum Zufußgehen animierte. Die dritte Generation des Sandero ist ein Auto, das kaum etwas kostet und dessen Optik der teureren Konkurrenz in nichts nachsteht. Der aus Rumänien stammende Hersteller hat unter den Fittichen von Renault eine stilistische Revolution vollzogen, die ihm ausschließlich zugutekam – und das ist auch ein Grund für die Beliebtheit der Marke in Europa.

Die natürliche Wahl beim Sandero III scheint der Benziner 1,0 TCe zu sein. Es handelt sich um ein turboaufgeladenes 100-PS-Aggregat, der dank Mehrpunkteinspritzung ideal für den Einbau einer LPG-Anlage geeignet ist. Die Variante mit serienmäßigem Gas ist die wirtschaftlichste. Ein durchschnittlicher Verbrauch von 7–8 l LPG auf 100 km hält die echten Betriebskosten auf sehr niedrigem Niveau – vor allem angesichts der Preise und Verfügbarkeit von Ersatzteilen. Der Gasdrucksensor kann problematisch erscheinen, dessen Defekte sich durch Ruckeln oder automatisches Umschalten auf Benzin äußern. Glücklicherweise kostet ein Ersatzteil jedoch nur wenige Dutzend PLN. Den Dacia Sandero 1,0 SCe sollte man lieber meiden – 65 PS sind im Jahr 2026 eindeutig zu wenig für gute Fahrleistungen.

 

Renault Clio V (1,0 TCe LPG)

Man kann die positiven Aspekte des Sandero III schätzen und dennoch nicht genug Überzeugung aufbringen, um sich für einen Dacia zu entscheiden. Eine Alternative bietet der Renault Clio V aus den Jahren 2019–2026. Die Hauptnachteile sind die höheren Anschaffungskosten – sowohl im Neuwagen- als auch im Gebrauchtwagenbereich kostet ein Renault deutlich mehr als die verwandte Dacia. Es gibt jedoch auch Vorteile: deutlich bessere Verarbeitung mit hochwertigeren Materialien im Innenraum, ein sorgfältig verarbeitetes Interieur und ein innovativeres, fast futuristisches Erscheinungsbild.

Was den Motor betrifft, lässt sich dieselbe Lösung erneut empfehlen, nämlich der 1,0 TCe LPG, also ein aufgeladener Motor mit 100 PS. Niedriger Kraftstoffverbrauch führt zu minimalen Betriebskosten, und der Motor in Verbindung mit der serienmäßigen Gasanlage funktioniert tadellos. Dies ist eine wirtschaftliche Variante, die dennoch nicht den Eindruck erweckt, dass der Hersteller an jeder Ecke gespart hätte. Das hat seine Vor- und Nachteile, denn das EasyLink-Multimediasystem im Renault Clio V hängt sich gerne auf. Es verweigert dann die Zusammenarbeit oder verliert z. B. die Smartphone-Verbindung. Die Reifendrucksensoren sind überempfindlich und beunruhigen den Fahrer unnötigerweise, und das knarrende Kupplungspedal… lässt sich glücklicherweise sehr leicht „reparieren”.

 

Skoda Octavia III FL (1,6/2,0 TDI)

Die meisten Autos in diesem Ranking kauft man mit dem Verstand, nicht mit dem Herzen – und so ist es auch hier, denn der Skoda Octavia weckt Emotionen nur in der sportlichen RS-Version oder der luxuriös ausgestatteten Laurin & Klement – doch keine davon hat sich der wirtschaftlichen Variante auch nur angenähert. Die dritte Generation der Octavia schaffte es durch zwei Dieselmotoren auf die Liste – den 1,6 TDI und den 2,0 TDI. Im ersten Fall kann man mit einem Verbrauch von 4,5–5,0 l/100 km rechnen, im zweiten mit 4,5–5,5. Bei steigenden Dieselpreisen ist das eine messbare Ersparnis.

Geräumiger Innenraum, riesiger Kofferraum nicht nur in der Kombi-Version, günstige und leicht verfügbare Ersatzteile sowie eine große Auswahl an Exemplaren auf dem Gebrauchtmarkt – gerade wegen dieses letzten Punkts sollte man wachsam sein, da viele Exemplare eine intensive Flottennutzung hinter sich haben. Der Kauf einer stark verschlissenen Octavia bedeutet potenzielle Probleme mit der Wasserpumpe (daher der empfohlene Zahnriemenwechsel direkt nach dem Kauf) oder einen verstopften DPF-Filter bei Kurzstreckenbetrieb.Wer auf möglichst niedrige Kosten aus ist, sollte DSG-Getriebe besser meiden – diese funktionieren hervorragend, können aber bei rund 200.000 km einen kostspieligen Service erfordern. 

 

Volkswagen Golf VII (1,6 TDI)

Ohne deutsche Marken – trotz weit verbreiteter Antipathien – wäreder europäische Automobilmarkt nicht so sehr traurig als vielmehr leer, und die Popularität von Volkswagen in Europa spricht sehr dafür. Er gilt als langlebiges und solides Auto, “prestigeträchtiger” als beispielsweise die günstigere Skoda. Und in Sachen Wirtschaftlichkeit? Der Volkswagen Golf VII, produziert von 2012 bis 2020, ist eine relativ sichere Empfehlung. Die ältesten Exemplare lässt man besser beiseite und wendet sich – wenn das Budget es zulässt – den Facelift-Versionen zu, die u. a. bessere Scheinwerfer und ein besseres Multimediasystem erhielten. Der Golf ist praktisch und ergonomisch, zudem sehr gut gedämmt, sodass selbst eine längere Fahrt nicht anstrengend ist. Ersatzteile sind problemlos verfügbar, und Reparaturkosten sind vernünftig. Nachteile? Grauenvolle Langeweile – was jedoch niemanden stören sollte, für den ein Auto in erster Linie ein Werkzeug für effizientes Fortkommen ist.

Für lange Strecken eignet sich der 1,6 TDI in der 110- oder 115-PS-Version ideal, basierend auf dem Common-Rail-System. Diese relativ moderne Einheit eliminierte die meisten Probleme älterer Dieselmotoren. Wer den Golf VII hauptsächlich auf kurzen Stadtabschnitten bewegen möchte, wo Dieselmotoren gar nicht erst richtig warmwerden, sollte sich besser Benzinervarianten anschauen. Der 1,0 TSI bietet keine beeindruckende Dynamik, kompensiert dies aber mit einem Durchschnittsverbrauch von 5–6 Litern auf 100 km. Wie bei anderen VAG-Gruppenmodellen sollte man auch beim Golf 7-Gang-DSG-Getriebe besser meiden – ihre unvermeidliche Reparatur bei rund 180.000–220.000 km zieht einen Aufwand von bis zu 4.000–6.000 PLN nach sich.

 

Fiat Tipo (1,4 T-Jet + LPG)

Der Fiat Tipo ist eines jener Autos, die man kauft, wenn Sparen das oberste Gebot ist. Das Auto ist in zwei Versionen erhältlich, Schrägheck und Kombi, wobei letztere einen recht geräumigen Kofferraum bieten kann. Die elektrische Servolenkung trennt den Fahrer auf typisch Fiat-sche Weise von allen Empfindungen beim Kurvenfahren – aber darum geht es hier nicht. Der Tipo kann einen sehr vernünftigen Kaufpreis im Verhältnis zum Baujahr vorweisen. Ein relativ junges Auto kann man für die Hälfte des Preises kaufen, den man für eine Alternative einer renommierteren Marke aufwenden müsste (Beispiel: Toyota Corolla).

Aus wirtschaftlichen Gründen empfiehlt sich im Fiat Tipo der Benziner 1,4 T-Jet mit Mehrpunkteinspritzung. Es handelt sich um eine sehr langlebige Einheit, zudem äußerst einfach konstruiert, und dank hydraulischer Ventilspielausgleich besonders gut für eine LPG-Anlage geeignet. Der Fiat Tipo ist kein perfektes Auto – hinsichtlich Fahrkomfort, Ausstattung und Verarbeitungsqualität – aber für den täglichen Stadtbetrieb reicht er aus. Einsparungen bei der regelmäßigen Wartung kombiniert mit der problemlosen Verfügbarkeit günstiger Ersatzteile sind ein zusätzliches Argument für diejenigen, die jeden Euro umdrehen.

 

Honda Civic IX (1,6 i-DTEC)

Auf der Suche nach Autos mit niedrigen Unterhaltskosten muss man sich nicht auf Marken beschränken, die eindeutig als Budgetmarken gelten. Honda gehört sicherlich nicht dazu – der japanische Hersteller wird mit interessanten Autos, sportlichen Motorrädern und drehzahlfreudigen Motoren assoziiert. Hier geht es nicht um hohe Drehzahlen, denn der Diesel 1,6 i-DTEC wurde nicht für hohe Drehzahlen, sondern für jahrelangen zuverlässigen Betrieb bei minimalem Dieselverbrauch konzipiert. Je nach gewählter Karosserievariante sind das 4 bis 5 Liter Diesel auf 100 km. Ein gebrauchter Honda Civic der neunten Generation – das “aufgefrischte UFO” – gesellt sich zu Recht zum Ranking der wirtschaftlichsten Autos, die im Jahr 2026 einen Blick wert sind.

Die wichtigsten Vorteile des neunten Civic sind störungsfreie Antriebseinheiten, sehr praktische Lösungen (z. B. klappbare Magic Seats) und langsamer Wertverlust. Der Wiederverkauf nach einigen Jahren Nutzung sollte kein Problem darstellen. Wie bei früheren Civics ist eine niedrige Störungsanfälligkeit und einfache Wartung ein Pluspunkt. Es gibt auch Nachteile. Die futuristische Silhouette gefällt nicht jedem, und die Heckscheibe in der Schrägheck-Version ist horizontal geteilt, was die Rücksicht erheblich einschränkt. Auch die Lackierung gehört nicht zu den dicksten, was in Verbindung mit Hondas berüchtigten Rostproblemen wie eine unglückliche Kombination klingt. Dennoch interessieren sich für den Honda Civic IX sowohl Fahrer als auch… Diebe. Daher empfiehlt es sich, vorab für eine gute Vollkaskoversicherung zu sorgen.

 

Mercedes A-Klasse (180d)

Ein Mercedes zu fahren wird selten mit Sparsamkeit assoziiert – es sei denn, man findet zum Vergleich noch ein Ferrari oder Lamborghini. Lassen wir die automobilen Exoten jedoch beiseite, denn der Vorschlag „mit dem Stern auf der Motorhaube” ist absolut real und entgegen dem Anschein gar nicht so verschieden von den anderen Autos in der Rangliste. Es handelt sich um das Modell mit der Bezeichnung W176, also die A-Klasse, die in den Jahren 2012–2018 produziert wurde (und glücklicherweise nichts mit den kippanfälligen Experimenten der ersten und zweiten A-Klassen-Generation zu tun hat). Es ist dennoch ein Mercedes – woher kommen also die Einsparungen?

Die Antwort ist der Motor. Hinter der Bezeichnung OM607 verbirgt sich in Wirklichkeit ein von Renault produzierter 1,5 dCi – einer der erfolgreichsten kleinen Dieselmotoren in der Geschichte. Die 109-PS-Einheit gibt sich mit absurd geringen Dieselmengen zufrieden, und ein Durchschnittsverbrauch von 4–4,5 Litern stellt den Sinn einer Investition in Benzin mit Gas in Frage. Der Look und das Prestige eines Mercedes – im (etwas höheren) Kaufpreis inbegriffen – und die Betriebs- und Grundwartungskosten – unverhältnismäßig niedrig, zumindest außerhalb der Vertragswerkstätten. Man darf jedoch nicht vergessen, dass es sich nach wie vor um einen der kleinsten und günstigsten Mercedes handelt – und damit kommen seine Schwächen: beengter Innenraum, durchschnittliche Verarbeitungsqualität, ein Vorderradfahrwerk so hart, dass jedes Schlagloch zu spüren ist, fehlerhafte Elektronik (z. B. Parksensoren) und einige weitere Eigenarten, die schmerzlich daran erinnern, dass der W176 allenfalls eine Eingangstür zum sogenannten Premium-Segment ist.

 

Die wirtschaftlichsten Hybridfahrzeuge für den täglichen Pendelverkehr

Hybridfahrzeuge sind derzeit die komfortabelste Kombination zweier Welten – Verbrennungs- und Elektroautos. Es handelt sich um Modelle, die – je nach verwendeter Lösung – sehr anständige Fahrleistungen bei etwas niedrigerem Kraftstoffverbrauch als reine Verbrenner bieten. Gleichzeitig sind Hybridbesitzer nicht auf die Verfügbarkeit von Ladestationen angewiesen, die vielerorts noch zu wünschen übrig lässt. Obwohl das Ladenetz ständig ausgebaut wird, bleiben seine Mängel das am häufigsten genannte Argument derer, die sich letztendlich nicht für ein Elektroauto entschieden haben.

Welche Hybridfahrzeuge sind die wirtschaftlichsten? In Sachen automobiler Einsparungen kann man Taxifahrern vertrauen, die wie kein anderer die Unterhaltskosten kalkulieren müssen – sowohl des Autokaufs oder -leasings als auch der täglichen Nutzung und Reparaturen. Es ist kein Zufall, dass sie so gerne zur Toyota greifen. Der Prius – das erste Hybridauto, das einen so großen Erfolg erzielte – hat ein charakteristisches Äußeres, das mit jeder Generation verbessert wird, legt aber problemlos Hunderttausende von Kilometern zurück und wechselt dabei mehrmals die Besitzer. Für diejenigen, für die der Toyota Prius zu sehr nach Taxi aussieht oder paradoxerweise zu sehr mit Prominenten assoziiert wird, bleiben andere Modelle des japanischen Herstellers. Der Yaris Hybrid findet sich hervorragend im Stadtverkehr zurecht, während der Auris oder die Corolla (je nach Produktionszeitraum) zeitlose und universelle Lösungen darstellen. Im Fall der Corolla 1,8 Hybrid ist ein Verbrauch von 4,4–4,7 l/100 km an der Tagesordnung.

Für ihre Langlebigkeit bekannte – manchmal vielleicht überbewertete – Toyotas sind nicht die einzige wirtschaftliche Wahl unter den Hybriden. Auch die japanische und koreanische Konkurrenz hat ihre Vorschläge unterbreitet. Der Honda Jazz Hybrid beweist, dass in einem kleinen Karosserie ein wirklich geräumiges Auto Platz finden kann. Der Hyundai Ioniq ist dagegen mit einem 6-Gang-DCT-Getriebe ausgestattet, das das “Straßenbahnfahrgefühl” vollständig eliminiert. Der Ioniq zeichnet sich auch durch eine äußerst aerodynamische Karosserie aus, die den Luftwiderstand während der Fahrt reduziert. Auch europäische Hersteller haben ihren Beitrag geleistet. Einen Blick wert ist beispielsweise der Renault Clio V in der E-Tech-Version (mit einem Verbrauch von 3,9–4,0 l/100 km), dessen Besitzer oft vergessen, dass sie überhaupt einen Verbrennungsmotor unter der Haube haben, da sie im Stadtverkehr die meiste Zeit ausschließlich elektrisch fahren. Außerdem reduziert die Energierückgewinnung beim Bremsen den Kraftstoffverbrauch und den Bremsenverschleiß.

 

Elektroautos – spielt der “Verbrauch” eine Schlüsselrolle?

Elektroautos verbrennen aus offensichtlichen Gründen weder Benzin noch Diesel, was nichts daran ändert, dass sie auch Energie verbrauchen – und ihr Verbrauch schlägt sich auf die Alltagstauglichkeit nieder. Je geringer der Energieverbrauch, desto weniger Strom wird benötigt, um 100 km zurückzulegen, was jedoch nicht zwingend mit einer größeren Reichweite gleichzusetzen ist – denn diese hängt ebenso von der Batteriekapazität ab (ähnlich wie die Reichweite bei Verbrennern von der Tankgröße abhängt). Eine separate Frage ist das Fahrzeuggewicht. Je größer die Gesamtkapazität der Akkus, desto schwerer das Fahrzeug – was sich wiederum in einem höheren Energieverbrauch niederschlägt, aber auch zu beschleunigtem Reifen- und Fahrwerksverschleiß führt.

 

Informationen

Unabhängig davon, welches Auto man auf dem Gebrauchtmarkt sucht, sollte jedes Exemplar vor dem Kauf gründlich geprüft werden. Eine schnelle und genaue Überprüfung der Fahrzeughistorie bietet ein autoDNA-Bericht. Bestellen Sie ihn noch heute – alles, was Sie brauchen, ist die VIN-Nummer!

 

Der Kauf eines gebrauchten Elektroautos ist ein erhebliches finanzielles Risiko, und Käufer haben derzeit noch recht begrenzten Spielraum. Einerseits erlaubt der große Wertverlust den günstigen Kauf eines relativ jungen Exemplars, andererseits kommt dieser Wertverlust nicht von ungefähr. Eine seiner Hauptursachen ist der schnelle Akkuverschleiß, der zu einer Reichweitenreduzierung führt. Den Kauf eines Autos, das nach nur wenigen Jahren nur noch 30–50 % der ursprünglich deklarierten Reichweite erreichen kann, ist eine schlechte Investition – daher ist vor dem Kauf eine gründliche Überprüfung des Akkuzustands erforderlich. Wer sich dennoch damit befassen möchte, findet im Hyundai Kona und Kia e-Niro (koreanische Zwillinge) einen interessanten Ausgangspunkt für die Erkundung des Gebrauchtmarkts. Der Nissan Leaf hat bereits eine etwas längere Geschichte, und der Renault Zoe ist nicht ohne Grund in Europa beliebt.

 

 

GUT ZU WISSEN

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Häufig gestellte Fragen

Früher war der Einbau einer LPG-Anlage – mit einem im Reserveradmulde oder im Kofferraum platzierten Zylinder – eine sehr gute Möglichkeit, bei den täglichen Unterhaltskosten zu sparen. Gas kostete deutlich weniger als Benzin, und die relativ einfach konstruierten Motoren kamen mit proportional einfachen Anlagen zurecht. Die Zeiten haben sich jedoch geändert. Gas ist teurer geworden, die Hersteller verwenden größtenteils Direkteinspritzung – was die LPG-Anlagen komplizierter und teurer gemacht hat – sodass es jetzt mehr Kilometer benötigt, bis sich eine LPG-Anlage "amortisiert". Derzeit lohnt sich der Einbau einer LPG-Anlage daher nur bei sehr intensiver Fahrzeugnutzung (und nicht nur z. B. für den täglichen Arbeitsweg) oder bei Modellen mit sehr großen Motoren (wie denen für den amerikanischen Markt). Einige Hersteller bieten auch Autos mit serienmäßiger LPG-Anlage an (manchmal tatsächlich vom Hersteller montiert, manchmal im Auftrag des Händlers von einem externen Unternehmen), und diese Option – wenn verfügbar – kann in Betracht gezogen werden, indem die Kosten für den "LPG-Einbau" in die Gesamtkaufkosten einkalkuliert werden.

Von Hybrid- und Elektroautos auf dem Gebrauchtmarkt heißt es oft, sie seien ein Fass ohne Boden – der Erstbesitzer habe alle verfügbaren Einsparungen "aufgebraucht" und den nachfolgenden Besitzern blieben nur noch enorm kostspielige Reparaturen. Ist das so? Nicht unbedingt. Entscheidend sind der technische Zustand des Kaufexemplars und sein geplanter Einsatz. Gebrauchte Hybridautos können eine durchaus lohnende Investition sein – es genügt, sich anzuschauen, wie gerne jahrelang genutzte Toyota Prius von Taxifahrern und Personenbeförderern genutzt werden. Ein gebrauchtes Elektroauto kann ebenfalls eine gute Lösung sein, vorausgesetzt, man hat Zugang zu günstigem Heimladen und nutzt das Fahrzeug typisch im Stadtverkehr. In jedem Fall muss man jedoch damit rechnen, dass die ursprünglichen Herstellerangaben nach einigen Jahren eher eine ferne Erinnerung als ein realistisch erreichbarer Wert sein werden.

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